Montag, 15. August 2016

Einfach so...

Man könnte ja meinen, dass Gott seine Hilfe für uns abhängig von irgendetwas macht.
Z.B. wie sehr wir uns selber anstrengen oder wie viel Mühe wir vorher investiert haben.
Hilft Gott uns nur in ganz bestimmten Situationen? Müssen wir uns aus anderen Situtationen, in die wir uns selbstverschuldet hineinmanövriert habe, selber rasuholen?

Ich finde es ermutigend zu hören, dass Gott Israel nicht erwählt hat, weil Israel ein besonders großes Volk war oder weil sie ein besonders kleines Volk waren.
Gott liebt Israel und er hält seinen Bund, den er mit Abraham geschlossen hat.
Gottes Liebe ist der Grund für seine Hilfe uns gegenüber.
Gottea Liebe hängt nicht davon ab, wie gut wir im Leben zurecht kommen.
Gottes Liebe ist unverdient.
Gottes Liebe ist SEINE Liebe uns gegenüber, es ist nichts, was WIR bewirken oder steuern können.

Wenn Gott das Volk Israel liebt, einfach so, dann ist es doch bei uns das gleiche.
Einfach so!


Montag, 26. Oktober 2009

Halbzeit

Hola Leute,

So viel gibt es gar nicht zu berichten. Mir geht es gut, das Wetter ist auch super und gestern habe ich leckere Paella gegessen.
"Der groesste Unterschied, den ich bisher festgestellt habe ist, dass es im Aldi und Lidl andere Produkte gibt, als in Deutschland!"
Das berichtete mir ein Deutsches Ehepaar, das seit ein paar Wochen in Spanien lebt.
"Ausserdem ist es schwierig gute Hefe zu finden, um selber Brot zu backen!"

Mal schauen, was ich sonst noch so von Deutschen ueber "Fremdheitserfahrungen" in Spanien erfahre.

Morgen bin ich bei einer 76 jahre alten Frau zum Cafe eingeladen. Sie ist Deutsche, was sie wohl oefters mal vergisst. Ich bin gespannt, welche Erfahrungsberichte sie mit mit teilen wird.

Gibt es ueberhaupt noch wirklich signifikative Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland?!

Liebe Gruesse aus Spanien,

Andi

Montag, 19. Oktober 2009

Gut angekommen

Endlich bin ich mal wieder in Spanien.

Gestern morgen wurde ich von meiner Gastschwester in Valencia am Flughafen abgeholt. Grao de Castellon, hier wohne ich die naechsten 2 Wochen, liegt ungefaehr 60 km noerdlich von Valencia.
Im Gottesdienst lernte ich noch zwei neue deutsche Familien kennen, so dass ich guter Dinge bin einige Interviews fuer meine Staatsarbeit machen zu koennen.
Mein Thema ist "Fremdheitserfahrungen Deutscher in Spanien und ihre Integration in den Spanisch Unterricht".

Nur so nebenbei. Die Predigt war echt sehr gut. Es ging um Abraham und Isaak und die Erfahrung, dass die Herausforderungen und Proben, die wir im Leben erfahren, auch gegensaetzlich zu den Verheissungen Gottes sein koennen. Abraham wurde eine riesige Nachkommenschaft verheissen, und nun sollte er seinen einzigen Sohn opfern?! Das widerspricht sich doch! Gut, dass die Geschichte ein anderes Ende nimmt und Gottes Verheissung bestehen und Isaak am Leben bleibt.
Ein weiterer guter Gedanke war, dass Glauben auch Warten heisst. Glauben heisst Geduld haben.

Soviel von mir fuer den Anfang.
Am Mittwoch gehe ich noch einen Freund in Valencia besuchen. Ich freu mich drauf.

Ganz liebe Gruesse,
Andi

Dienstag, 10. März 2009

Unverhofft, spricht Gott oft!

Ich weiss nicht, warum mir dieser Gedanke wichtig geworden ist. Eigentlich ist es auch nichts neues: Gott spricht oft unerwartet und unverhofft zu Menschen!
Da saß Zachäus in seinem sicheren Versteck in dem Wipfel eines Baumes und beobachtete Jesus aus der Distanz. Er war Zöllner und war nicht nur bei seinen Mitmenschen unbeliebt, sondern auch bei Jesus. Das dachte er zumindest! Er hätte niemals damit gerechnet, von Jesus angesprochen zu werden. "Zachäus, steig eilends herab! Denn heute muss ich in deinem Haus bleiben!" (Lk 19,5) sagte Jesus und kümmerte sich um das Murren der restlichen Leute nicht.
Dieser eine Satz, den Jesus doch so überraschend an Zachäus richtete, veränderte das ganze Denken des reichen Zöllners. Er gab die Hälfte seines Vermögens an die Armen und zahlte alles vierfach zurück, was er sich unerlaubter Weise genommen hatte.
Warum Jesus so unerwartet zu Zachäus spricht? Aus reiner Gnade!

Genauso unverhofft redet Gott zu Paulus, so dass dieser sein Leben komplett ändert. Erst verfolgte er Christen, dann wurde er selbst zu einem. Warum hat Gott gerade Paulus seine Stimme hören lassen? Aus reiner Gnade!

Gott spricht also zu Menschen, die damit nicht gerechnet haben. Sie haben sich nicht danach ausgestreckt, haben diese Situationen nicht provoziert, sondern sie eher gemieden!
Weil Gott es so will, redet er. Unerwartet und unverhofft.

Dienstag, 17. Februar 2009

Mein Tipp

In den letzten Wochen habe ich mich besonders auf den Gottesdienst in der Calvary Chapel gefreut.
Seit neustem predigt Arne Schultze-Petzold immer im Abendgottesdienst. Der Mann ist jung und bringt immer wieder Gedanken, die für mich neu sind und mein Glaubensleben bereichern.
Wenn ihr Bock drauf habt, dann ladet euch eine Predigt von ihm auf der Seite der Calvary Chapel runter!

Hier eine Empfehlung!

Dienstag, 27. Januar 2009

Beten - ein Privileg

In den letzten Tagen begleitet mich ein Gedanke. Der Gedanke ist, dass Beten ein Privileg ist.
Ja es ist ein geniale Sache mit Gott reden zu können. Das Wort Privileg trifft es eigentlich nicht, weil Privileg ein Vorrecht ist, das die einen Menschen zugesprochen bekommen, die anderen nicht. Während des Römischen Reiches z.B gab es Menschen, die römische Bürger waren und damit ganz besondere Rechte besaßen. Leute, die nicht römische Bürger waren, hatten nicht annähernd diese Recht.
Beim Beten ist das aber eigentlich anders. Jeder könnte es in Anspruch nehmen, aber nur wenige machen von diesem Recht Gebrauch.
Es wird also nur in dem Sinne zu einem Vorrecht, weil ein großer Anteil der Bevölkerung es einfach nicht haben will!

Was ist nun das besondere am Beten, warum rede ich hier überhaupt von Privileg und Vorrecht?
Im Gebet hast du die geniale Möglichkeit alles was dich beschäftig Gott mitzuteilen. Dann darfst du Gott sogar darum bitten, dass sich etwas ändert. Ja deine Wünsche, deine Bitten sollst du genauso wie deine Sorgen und Lasten vor Gott bringen.
Aber es gibt nicht nur die Bewegung vom Menschen zu Gott, sondern auch andersum. Nicht nur wir können reden, nein Gott tut es auch! Und das ist meines Erachtens ein echtes Privileg.
So wie der Hirte mit den Schafen redet, sie seine Stimme hören und ihm folgen (Joh 10) will Gott auch zu uns reden, damit wir ihm folgen.
Reden Gottes heisst nicht, dass du plötzlich eine tiefe Männerstimme hörst :-). Auszuschließen ist das nicht, aber es können genauso gut Gedanken und Gefühle sein, die du während des Gebets bekommst, oder einfach ein Bild vor Augen, das dir Mut und Hoffnung macht, oder dir wirklich einen Fingerzeig in die richtige Richtung gibt.

Und darin liegt das wunderbare Vorrecht des Gebets. Es ist kein einseitiges Labern des Menschen. Gott gibt etwas von sich. Er ist scheinbar verborgen, doch gleichzeitig teilt er sich uns mit.
So darf ein Mensch, der sich an Gott wendet, Führung Gottes im Wirwarr des Lebens erfahren.
Ein Schaf wird durch den Hirten geführt und geleitet. Wir Menschen von Gott!Gebet stellt die Verbindung zwischen Gott und den Menschen dar! Und dafür brauchen wir keinen Priester oder anderen Geistlichen, der zwischen uns und Gott vermittelt.

Das Gebet - keine Pflicht, kein Gesetz, sondern ein Vorrecht, das uns die nötige Orientierung und Führung im Leben gibt.

Montag, 12. Januar 2009

Immer wieder Sonntags

Wer kennt sie nicht, die 10 Gebote!? Ja, der Dekalog - so werden die 10 Gebote auch genannt - begleitet mich im Moment, da sie Thema meiner ersten Examensprüfung sein werden.

Das dritte Gebot sagt uns, dass wir den Sabbat, den 7.Tag, achten und ruhen sollen. In der Bibel steht, an diesem Tag sollen Menschen zu Atem kommen - also neue Kraft schöpfen. Genauso wie auch Gott am 7. Tag der Schöpfung ruhte.
Gestern war es also wieder so weit, es war Sonntag! Nun eigentlich müsste ich mich darüber freuen - endlich Pause, keine Bücher für die Uni wälzen - doch irgendwie wollte bei mir die Freude nicht so wirklich aufkommen. Woran liegt das?

Mir fällt es schwer den Motor abzustellen, oder zumindest runterzufahren, weil ich mich Frage, ob ich mir einen Tag ohne Lernen überhaupt erlauben kann?! Darf ich mir diesen Ruhetag gönnen? Mal einfach gar nichts tun?
Ja ich darf und ich soll mir diesen Ruhetag gönnen und ich bin froh, dass Gott mich sozusagen dazu zwingt. Vielleicht ist zwingen übertrieben formuliert, ich kann ja immernoch machen was ich will. Doch will ich die Gebote der Bibel in meinem Leben ernst nehmen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass sie uns zum Guten dienen.
Meine innere Stimme sagt mir sonntags: "Wenn du jetzt noch was lernst, dann liegst du super im Zeitplan!"
Gott sagt mir: "Mach eine Pause!"

Gott kennt mich besser als ich mich selber kenne. Im Lukasevangelium steht, dass Gott sogar die Haare auf meinem Kopf gezählt hat. Dazu kann ich nur sagen, ich kann das nicht. Ich weiss nicht wieviele Haare meinen Kopf schmücken. Es werden jeden Tag weniger, das weiss ich, aber die Anzahl kann ich nicht bestimmen.
So wird in einem kleinen Beispiel deutlich, dass nicht wir uns am besten kennen - so wie wir es oft denken - sondern Gott!
Und deswegen nehme ich seine Gebote ernst und folge sonntags der Aufforderung zu ruhen, anstatt meinen Gedanken nachzugeben und mich wieder an den Schreibtisch zu setzen.

Exodus 20, 9-11:
"Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun.
Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat.
Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht und alles, was dazugehört; am siebten Tag ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt."