In den letzten Tagen begleitet mich ein Gedanke. Der Gedanke ist, dass Beten ein Privileg ist.
Ja es ist ein geniale Sache mit Gott reden zu können. Das Wort Privileg trifft es eigentlich nicht, weil Privileg ein Vorrecht ist, das die einen Menschen zugesprochen bekommen, die anderen nicht. Während des Römischen Reiches z.B gab es Menschen, die römische Bürger waren und damit ganz besondere Rechte besaßen. Leute, die nicht römische Bürger waren, hatten nicht annähernd diese Recht.
Beim Beten ist das aber eigentlich anders. Jeder könnte es in Anspruch nehmen, aber nur wenige machen von diesem Recht Gebrauch.
Es wird also nur in dem Sinne zu einem Vorrecht, weil ein großer Anteil der Bevölkerung es einfach nicht haben will!
Was ist nun das besondere am Beten, warum rede ich hier überhaupt von Privileg und Vorrecht?
Im Gebet hast du die geniale Möglichkeit alles was dich beschäftig Gott mitzuteilen. Dann darfst du Gott sogar darum bitten, dass sich etwas ändert. Ja deine Wünsche, deine Bitten sollst du genauso wie deine Sorgen und Lasten vor Gott bringen.
Aber es gibt nicht nur die Bewegung vom Menschen zu Gott, sondern auch andersum. Nicht nur wir können reden, nein Gott tut es auch! Und das ist meines Erachtens ein echtes Privileg.
So wie der Hirte mit den Schafen redet, sie seine Stimme hören und ihm folgen (Joh 10) will Gott auch zu uns reden, damit wir ihm folgen.
Reden Gottes heisst nicht, dass du plötzlich eine tiefe Männerstimme hörst :-). Auszuschließen ist das nicht, aber es können genauso gut Gedanken und Gefühle sein, die du während des Gebets bekommst, oder einfach ein Bild vor Augen, das dir Mut und Hoffnung macht, oder dir wirklich einen Fingerzeig in die richtige Richtung gibt.
Und darin liegt das wunderbare Vorrecht des Gebets. Es ist kein einseitiges Labern des Menschen. Gott gibt etwas von sich. Er ist scheinbar verborgen, doch gleichzeitig teilt er sich uns mit.
So darf ein Mensch, der sich an Gott wendet, Führung Gottes im Wirwarr des Lebens erfahren.
Ein Schaf wird durch den Hirten geführt und geleitet. Wir Menschen von Gott!Gebet stellt die Verbindung zwischen Gott und den Menschen dar! Und dafür brauchen wir keinen Priester oder anderen Geistlichen, der zwischen uns und Gott vermittelt.
Das Gebet - keine Pflicht, kein Gesetz, sondern ein Vorrecht, das uns die nötige Orientierung und Führung im Leben gibt.
Themenreihen im Gipfeltreffen
vor 8 Jahren
3 Kommentare:
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I've read this article and I love it! You're a real good writer (even though my german isn't that good...) and I totally like what you're saying!
What if I'd like to print this in our magazine? (in dutch so I would tranlate it...)
Hi Adriana,
thanks :-) i`m glad that you like my article. Of course you can translate and print it!
Hey Andi,
I've asked Tim to give you my emailadress, so we can exchange some thoughts about it if you'd like! :)
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