Wer kennt sie nicht, die 10 Gebote!? Ja, der Dekalog - so werden die 10 Gebote auch genannt - begleitet mich im Moment, da sie Thema meiner ersten Examensprüfung sein werden.
Das dritte Gebot sagt uns, dass wir den Sabbat, den 7.Tag, achten und ruhen sollen. In der Bibel steht, an diesem Tag sollen Menschen zu Atem kommen - also neue Kraft schöpfen. Genauso wie auch Gott am 7. Tag der Schöpfung ruhte.
Gestern war es also wieder so weit, es war Sonntag! Nun eigentlich müsste ich mich darüber freuen - endlich Pause, keine Bücher für die Uni wälzen - doch irgendwie wollte bei mir die Freude nicht so wirklich aufkommen. Woran liegt das?
Mir fällt es schwer den Motor abzustellen, oder zumindest runterzufahren, weil ich mich Frage, ob ich mir einen Tag ohne Lernen überhaupt erlauben kann?! Darf ich mir diesen Ruhetag gönnen? Mal einfach gar nichts tun?
Ja ich darf und ich soll mir diesen Ruhetag gönnen und ich bin froh, dass Gott mich sozusagen dazu zwingt. Vielleicht ist zwingen übertrieben formuliert, ich kann ja immernoch machen was ich will. Doch will ich die Gebote der Bibel in meinem Leben ernst nehmen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass sie uns zum Guten dienen.
Meine innere Stimme sagt mir sonntags: "Wenn du jetzt noch was lernst, dann liegst du super im Zeitplan!"
Gott sagt mir: "Mach eine Pause!"
Gott kennt mich besser als ich mich selber kenne. Im Lukasevangelium steht, dass Gott sogar die Haare auf meinem Kopf gezählt hat. Dazu kann ich nur sagen, ich kann das nicht. Ich weiss nicht wieviele Haare meinen Kopf schmücken. Es werden jeden Tag weniger, das weiss ich, aber die Anzahl kann ich nicht bestimmen.
So wird in einem kleinen Beispiel deutlich, dass nicht wir uns am besten kennen - so wie wir es oft denken - sondern Gott!
Und deswegen nehme ich seine Gebote ernst und folge sonntags der Aufforderung zu ruhen, anstatt meinen Gedanken nachzugeben und mich wieder an den Schreibtisch zu setzen.
Exodus 20, 9-11:
"Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun.
Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat.
Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht und alles, was dazugehört; am siebten Tag ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt."
Themenreihen im Gipfeltreffen
vor 8 Jahren
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